Presse
16.01.2012, 17:53 Uhr | Märkische Allgemeine / Franziska Mohr
Der Druck steigt
Franziska Mohr meint, dass Zeuthen längst nicht nur der ruhige, beschauliche Ort ist.

Seit mehr als 20 Jahren setzt die Gemeinde Zeuthen vor allem auf ihren attraktiven Standort am Rande der Großstadt Berlin, umgeben von Wald und Wasser. Gewerbe ist nur bedingt erwünscht. Willkommen hingegen ist der wohlsituierte Bürger, der diese attraktive Wohnlage nicht nur zu schätzen weiß, sondern auch bezahlen kann.

Damit steigen aber insgesamt auch die Erwartungen an die Lebensqualität im Ort. Dies zeigte sich am Sonnabend beim Neujahrsempfang im Zeuthener Rathaussaal eindrucksvoll. Die Bürger sind nicht mehr gewillt, sich mit unbefestigten oder maroden Straßen abzufinden. Ihr Verständnis tendiert gen Null, dass über 20 Jahre nach der Wende rund um den Bahnhof noch immer nicht ausreichend Fahrradständer vorhanden sind. Von der Investruine Güterboden ganz zu schweigen.

Selbst die oft allzu genügsamen Senioren begehren auf, weil die Renovierung des Generationentreffs im Forstweg überfällig ist. Die jungen Familien fragen nach attraktiven Sport- und Spielplätzen. Und die Kameraden der Feuerwehr fürchten in viel zu engen Gerätehäusern um die Sicherheit der Einsatzkräfte.

All diese Aufgaben bedürfen einer Lösung. Aber die Rücklage im Gemeindehaushalt schmilzt. Entscheidungen sind überfällig.

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